Tuesday, November 22, 2011

Fundstück: Wörter der Jahrzehnte

Ich bin @videopunk aka Markus Hündgen sehr dankbar für dieses Fundstück: Die Wörter der Jahrzehnte vom Duden-Verlag. Schön gesammelt und wahrlich anschaulich in Bewegung gebracht. Aber sehet selbst:


Tuesday, July 12, 2011

Amtsverweser

Was für ein gefundenes Wort und Fressen für mein Sparschwein wörtlicher Art: Der Amtsverweser. Ja, Ihr lest richtig. Gibt es wirklich. Ist wohl der Mensch, der einen Bürgermeister, den es noch nicht gibt, respektive seinen Posten, vertritt. Mehr dazu weiß, wie so häufig der weise Schwarm in seiner ganzen Monstranz und Intelligenz: Wikipedia. Wie ich darauf gekommen bin? So ein Mensch ist mir beruflich begegnet....also nicht persönlich nur schriftlich...
Und wenn das auch alles seine Richtigkeit hat, so kann ich die Zombiebilder nicht aus meinem Kopf kriegen. "Voll der Zombie, ey" wären die Worte von Tom Gerhardt.

Aber lassen wir uns mal Zombie erklären von Commoncrafts:

Tuesday, May 31, 2011

Gesichtsbuch: Ihr Facebookianer seid Ihr Literaten?

Ich frage mich und damit auch Euch, schreibe ich das ja nicht leise vor mich hindenkend, ob das Gesichtsbuch äh, Facebook und Ihr Facebookianer Literatur ist und Ihr damit Literaten? Wir reden hier nicht von Qualität, wohlgemerkt. Aber wie Ralf Schilberg einwarf, ist Facebook doch so eine Art von Tagebuch, blogähnlich. Oder ist es eher Graffiti? Letztes Jahr gab es das erste Mal den Grimme Preis für einen Twitterati, @tinytales.

Monday, May 23, 2011

Feinlustierung

Danke André aka @bosch für dieses schöne Wort: Feinlustierung. Diesen schlichten, ja fast poetischen Tweet heute lesend, hatte ich spontane Assoziationen..die ich aber zunächst bedauerlicherweise zurückstellen musste. Der 'richtige' Job musste ja erstmal bewältigt werden. Aber gut. Ich schweife aus und ab. Was heißt Feinlustierung? Ist es eine Verlustigung erster Kajüte, wie sich Bugs Bunny ausdrückt? Oder ist dieses gesparte Wort eher verwandt mit dem Lüsterweibchen? Oder aber handelt es sich bei dieser Feinlustierung um Lustgewinn feiner Weis? Und nein, das ist nicht unbedingt sexistisch gemeint - Fantasie kusch und bei Fuß.
Bleibt nur die Justierung. Fragt sich noch, wer fein justiert oder lustiert wird. Der Sprecher? In diesem Sinne wünsche ich Euch justierte, feine, lustige und leckere gute Nacht. Als Intro für selbige, lass ich Bugs zu Wort kommen:

Thursday, April 21, 2011

Geschmacklos ist tot - es lebe geschmackfrei

Mich selbst knutschend, hab ich heute eine neue - ist es das? hm, zumindest für mich in einem neuen Zusammenhang, Wortkreation zu melden: geschmackfrei. Und das bezieht sich nicht auf Lebensmittel sondern vielmehr auf Menschen, die sich so geben. Ich sag mal äußerlich. Das Wort geschmackfrei steht in freiem Austausch und Beziehung mit dem Wort 'beratungsresistent'. Ihr PRler wisst was ich meine, oder? Obwohl eine Geschmacksbefreiung ja auch ...ja eben befreiend sein kann. Mit diesen weisen Worten gehe ich jetzt offline. Schönen RL Abend und Nacht. Frohe Ostern. Mögen diese bunt, lecker und voller Verstecke sein. Entspannt Euch!

Monday, April 18, 2011

re:publica 2011 Wortschatz

Hach, wie schön war es auf der re:publica 2011 mit den vielen vertrauten Gesichter auf einem Haufen. Auch die neuen, realen Gesichter, die endlich ein Antlitz besaßen, quasi entsprungen aus ihren virtuellen Räumen, waren interessant. Inhaltlich vermisste ich  - gemessen an dem vorigen Jahr - Tiefe und Neuwertigkeitscharakter. Aber es gab sie, die Perlen. 

Und: Das ist ja nicht der Gegenstand dieses Blogs. Kommen wir zum Wesentlichen: Die Sprache. Der Vortrag von Thomas Wiegold und Sascha Stoltenow war zum Beispiel interessant. Die Beiden, einer Kriegsdienstverweigerer und freischaffender Journalist, der Andere 12 Jahre Bundeswehr auf dem Buckel - in der Propaganda, äh Öffentlichkeitsarbeit war er tätig. Als Gegner von Kriegsspielen und kriegsähnlichen Zuständen aller Art, war ich überrascht, dass mich das Thema doch packte. Was darf man kommunizieren? Wie offen dürfen Soldaten von der Front berichten? Was sind Hinderungsgründe? Das absolute Highlight waren die verklausulierten Formulierungen von Sascha: So meinte er, dass die Bundeswehr in Deutschland ein Monopol besäßen, sie seien der einzige 'Gewaltdienstleister' hierzulande. Klingt schon besser als Krieger, oder? Wow. Auf sowas muss man erstmal kommen. Als professionelle PR-Tante ziehe ich hier gerne den virtuellen Hut. Wie Sascha diese Begriffe nennnt? 'Plastikdeutsch'! Ha, da fragt sich nur, was dann Naturdeutsch ist. Sascha? 

Thursday, March 31, 2011

Unverpixelte Gesichter = Fressefreiheit

Als ich heute Morgen etwas ermüdet von 11 Stunden twittern im Namen des #tweetlied im Flieger saß und die Süddeutsche Zeitung las, stolperte ich über einen kleinen Artikel im Feuilleton. Es ging um ein Lied von Udo Jürgens. Und bevor Ihr mich jetzt beschimpfend entlarvt als Fan desselben, der ich nicht bin, es ging um das neue Album des Sahneliebhabers. In einem seiner Lieder äußert er sich kritisch über das Internet - und nutzt den Satz "Die Welt ist eine Google". Der Autor dieser Zeile ist Peter Glaser, Internetvordenker, seines Zeichens Journalist und Blogger der Stuttgarter Zeitung. Er denke nicht an eine Klage, o.ä., schließlich sei seine Mutter Fan von Jürgens. Soweit die Einleitung, die mir etwas lang geraten ist. Wie dem auch sei, anschließend gab Peter Glaser uns noch weise Worte zum freien Geleit und Zitat mit. Hier mein Bon Mot von heute: Unverpixelte Gesichter = Fressefreiheit. Wie gut, dass es im Flieger immer recht geräuschvoll zugeht, sonst hätten sich doch mehr Leute umgedreht, ob meiner Kicherei.

Thursday, March 10, 2011

Flammende Post-its - das Flimmflämmchen

In meinem Job hatte ich letztlich das Vergnügen, mich mit 3M-Mitarbeitern auszutauschen. Das war nicht nur interessant, sondern auch äußerst witzig. Zum Beispiel wurde mir die Geschichte der Post-its erzählt: Der Klebstoff war verunglückt, konnte für seine Zielbestimmung nicht verwendet werden. Ein Mitarbeiter beschmierte damit Papier und klebte es als Notiz irgendwohin: Das berühmte Klebezettelchen war geboren. Aber gut, ich will hier ja keine Werbung für die Dinger machen (obwohl sie doch so schrecklich praktisch sind). Vielmehr ist mir soeben das Wort eingefallen, das Sabina, eine Mitarbeiterin von der Textilagentur, für die ich während meines Studiums zwischendurch länger gejobbt hatte, mal für die Dinge erfand: Flimmflämmchen. Schönes Wort, oder? Das hört sich nach Farbe und Spaß an.

Thursday, March 3, 2011

Ciao tschüss - Ditaliano oder der Wunsch, Leute endgültig loszuwerden

Ist Euch mal aufgefallen, dass hippe Leute mittlerweile nicht mehr "Tschüss" oder "Auf Wiedersehen" sagen? Meinetwegen lass ich auch noch "Bye Bye" oder einfach "Ciao" gelten. Aber was soll das Möchtegernhippiekonstrukt "Ciao Tschüss"? Möchte man dem Gegenüber deutlich machen, dass er doch jetzt gehen solle? Warum sagt man es sonst doppelt? Oder aber es bedeutet auf Nummer Sicher gehen, falls das Gegenüber kein Deutsch sprechen sollte. Eine weitere Auslegung ist, dass dieses unsägliche Konstrukt der Angeberei dient: Ich kann mehr als bloßes Deutsch oder schnödes Englisch. Italienisch ist die Sprache des Genusses, der Dolce Vita. In diesem Sinne, get lost, gehabt Euch wohl und ciao tschüssssss. Wir lesen uns.
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