Monday, April 18, 2011

re:publica 2011 Wortschatz

Hach, wie schön war es auf der re:publica 2011 mit den vielen vertrauten Gesichter auf einem Haufen. Auch die neuen, realen Gesichter, die endlich ein Antlitz besaßen, quasi entsprungen aus ihren virtuellen Räumen, waren interessant. Inhaltlich vermisste ich  - gemessen an dem vorigen Jahr - Tiefe und Neuwertigkeitscharakter. Aber es gab sie, die Perlen. 

Und: Das ist ja nicht der Gegenstand dieses Blogs. Kommen wir zum Wesentlichen: Die Sprache. Der Vortrag von Thomas Wiegold und Sascha Stoltenow war zum Beispiel interessant. Die Beiden, einer Kriegsdienstverweigerer und freischaffender Journalist, der Andere 12 Jahre Bundeswehr auf dem Buckel - in der Propaganda, äh Öffentlichkeitsarbeit war er tätig. Als Gegner von Kriegsspielen und kriegsähnlichen Zuständen aller Art, war ich überrascht, dass mich das Thema doch packte. Was darf man kommunizieren? Wie offen dürfen Soldaten von der Front berichten? Was sind Hinderungsgründe? Das absolute Highlight waren die verklausulierten Formulierungen von Sascha: So meinte er, dass die Bundeswehr in Deutschland ein Monopol besäßen, sie seien der einzige 'Gewaltdienstleister' hierzulande. Klingt schon besser als Krieger, oder? Wow. Auf sowas muss man erstmal kommen. Als professionelle PR-Tante ziehe ich hier gerne den virtuellen Hut. Wie Sascha diese Begriffe nennnt? 'Plastikdeutsch'! Ha, da fragt sich nur, was dann Naturdeutsch ist. Sascha? 
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