Das Wortsparschwein
spart Worte von hübsch bis häßlich
Tuesday, January 24, 2012
ITismus
(v. engl. "it", "information technology"). ITismus wird von der Weltgesundheitsorganisation als eine tiefgreifende Entwicklerstörung klassifiziert. Sie wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und ITisten selbst als eine angelernte, unheilbare Informationsverarbeiterstörung beschrieben, die sich u.U. schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscher und ITisten beschreiben ITismus als vom normalen humanen Betriebssystem abweichenden Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen zeigt.
Tuesday, November 22, 2011
Fundstück: Wörter der Jahrzehnte
Ich bin @videopunk aka Markus Hündgen sehr dankbar für dieses Fundstück: Die Wörter der Jahrzehnte vom Duden-Verlag. Schön gesammelt und wahrlich anschaulich in Bewegung gebracht. Aber sehet selbst:
Tuesday, July 12, 2011
Amtsverweser
Was für ein gefundenes Wort und Fressen für mein Sparschwein wörtlicher Art: Der Amtsverweser. Ja, Ihr lest richtig. Gibt es wirklich. Ist wohl der Mensch, der einen Bürgermeister, den es noch nicht gibt, respektive seinen Posten, vertritt. Mehr dazu weiß, wie so häufig der weise Schwarm in seiner ganzen Monstranz und Intelligenz: Wikipedia. Wie ich darauf gekommen bin? So ein Mensch ist mir beruflich begegnet....also nicht persönlich nur schriftlich...
Und wenn das auch alles seine Richtigkeit hat, so kann ich die Zombiebilder nicht aus meinem Kopf kriegen. "Voll der Zombie, ey" wären die Worte von Tom Gerhardt.
Aber lassen wir uns mal Zombie erklären von Commoncrafts:
Tuesday, May 31, 2011
Gesichtsbuch: Ihr Facebookianer seid Ihr Literaten?
Ich frage mich und damit auch Euch, schreibe ich das ja nicht leise vor mich hindenkend, ob das Gesichtsbuch äh, Facebook und Ihr Facebookianer Literatur ist und Ihr damit Literaten? Wir reden hier nicht von Qualität, wohlgemerkt. Aber wie Ralf Schilberg einwarf, ist Facebook doch so eine Art von Tagebuch, blogähnlich. Oder ist es eher Graffiti? Letztes Jahr gab es das erste Mal den Grimme Preis für einen Twitterati, @tinytales.
Monday, May 23, 2011
Feinlustierung
Danke André aka @bosch für dieses schöne Wort: Feinlustierung. Diesen schlichten, ja fast poetischen Tweet heute lesend, hatte ich spontane Assoziationen..die ich aber zunächst bedauerlicherweise zurückstellen musste. Der 'richtige' Job musste ja erstmal bewältigt werden. Aber gut. Ich schweife aus und ab. Was heißt Feinlustierung? Ist es eine Verlustigung erster Kajüte, wie sich Bugs Bunny ausdrückt? Oder ist dieses gesparte Wort eher verwandt mit dem Lüsterweibchen? Oder aber handelt es sich bei dieser Feinlustierung um Lustgewinn feiner Weis? Und nein, das ist nicht unbedingt sexistisch gemeint - Fantasie kusch und bei Fuß.
Bleibt nur die Justierung. Fragt sich noch, wer fein justiert oder lustiert wird. Der Sprecher? In diesem Sinne wünsche ich Euch justierte, feine, lustige und leckere gute Nacht. Als Intro für selbige, lass ich Bugs zu Wort kommen:
Bleibt nur die Justierung. Fragt sich noch, wer fein justiert oder lustiert wird. Der Sprecher? In diesem Sinne wünsche ich Euch justierte, feine, lustige und leckere gute Nacht. Als Intro für selbige, lass ich Bugs zu Wort kommen:
Thursday, April 21, 2011
Geschmacklos ist tot - es lebe geschmackfrei
Mich selbst knutschend, hab ich heute eine neue - ist es das? hm, zumindest für mich in einem neuen Zusammenhang, Wortkreation zu melden: geschmackfrei. Und das bezieht sich nicht auf Lebensmittel sondern vielmehr auf Menschen, die sich so geben. Ich sag mal äußerlich. Das Wort geschmackfrei steht in freiem Austausch und Beziehung mit dem Wort 'beratungsresistent'. Ihr PRler wisst was ich meine, oder? Obwohl eine Geschmacksbefreiung ja auch ...ja eben befreiend sein kann. Mit diesen weisen Worten gehe ich jetzt offline. Schönen RL Abend und Nacht. Frohe Ostern. Mögen diese bunt, lecker und voller Verstecke sein. Entspannt Euch!
Monday, April 18, 2011
re:publica 2011 Wortschatz
Hach, wie schön war es auf der re:publica 2011 mit den vielen vertrauten Gesichter auf einem Haufen. Auch die neuen, realen Gesichter, die endlich ein Antlitz besaßen, quasi entsprungen aus ihren virtuellen Räumen, waren interessant. Inhaltlich vermisste ich - gemessen an dem vorigen Jahr - Tiefe und Neuwertigkeitscharakter. Aber es gab sie, die Perlen.
Und: Das ist ja nicht der Gegenstand dieses Blogs. Kommen wir zum Wesentlichen: Die Sprache. Der Vortrag von Thomas Wiegold und Sascha Stoltenow war zum Beispiel interessant. Die Beiden, einer Kriegsdienstverweigerer und freischaffender Journalist, der Andere 12 Jahre Bundeswehr auf dem Buckel - in der Propaganda, äh Öffentlichkeitsarbeit war er tätig. Als Gegner von Kriegsspielen und kriegsähnlichen Zuständen aller Art, war ich überrascht, dass mich das Thema doch packte. Was darf man kommunizieren? Wie offen dürfen Soldaten von der Front berichten? Was sind Hinderungsgründe? Das absolute Highlight waren die verklausulierten Formulierungen von Sascha: So meinte er, dass die Bundeswehr in Deutschland ein Monopol besäßen, sie seien der einzige 'Gewaltdienstleister' hierzulande. Klingt schon besser als Krieger, oder? Wow. Auf sowas muss man erstmal kommen. Als professionelle PR-Tante ziehe ich hier gerne den virtuellen Hut. Wie Sascha diese Begriffe nennnt? 'Plastikdeutsch'! Ha, da fragt sich nur, was dann Naturdeutsch ist. Sascha?
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