Deutsch ist keine gute Sprache für Flüche. Das können andere Sprachen, um nur Spanisch und Englisch zu nennen, viel besser. Aus diesem Grund gab es damals auch in der Fachschaft Anglistik an der Uni Düsseldorf das Bestreben, englische Flüche wörtlich ins Deutsche zu übertragen. "Fickende Hölle" war einer meiner Lieblinge. Diesen Fluch nutze ich schon mal, wenn es passt.
Spanische Flüche habe ich noch nicht wörtlich ins Deutsche übernommen. Interessant wäre da die Übertragung von "Me cago en la madre que te parió"...aber da Mutterbeleidigungen nicht so ganz in unseren Kulturraum passen wollen, ist das wohl nichts für uns. Was das oben heißt? "Ich scheiße auf die Mutter, die dich geboren hat". Mutterbeleidigungen haben eine Geschichte in romanischen Ländern.
Wir brauchen also mehr kreative Flüche in der deutschen Sprache! Gut, dass mir wieder ein Fluch über den Weg gelaufen ist. Heute packe ich "Napfsülze" in meinen aktiven Fluchsprachschatz. Dieses Kleinod hat es im allgemeinen Sprachgebrauch von Null auf Hundert geschafft, da neulich der Twitterati @griesgraemer den Twitterkanal der Telekom beschimpft hat. Und das hatte Folgen, denn diesmal wollte Anna S. des Teams @telekom_hilft das nicht auf sich sitzen lassen und pöbelte zurück. Dafür wurde sie von der Szene gefeiert, wie auch der Focus berichtet.
Napfsülze hat wohl nichts mit Napfschnecken zu tun. Da lässt sich kein Rezept finden. Man müsste für ein wenig Napfsülze wohl sehr viele Schnecken zusammen haben. Und die sind hart zu sammeln, denn sie krallen sich gerne fest an den Felsen. Ich weiß, wovon ich rede. "Dummkopf, Flachpfeife" sind Synonyme für Napfsülze. Klingt aber viel besser: Napfsülze!
Und wenn Ihr gute Flüche habt, immer her damit. Kreativ sollen sie aber sein!
Sunday, July 7, 2013
Sunday, June 23, 2013
Die analoge Warteschleife
Hiermit verkünde ich die Erfindung der analogen Warteschleife. Ja, Ihr habt richtig gelesen, geneigte und ungeneigte Leser. Die analoge Warteschleife ist applizierbar in verschiedenen Anwenderszenarien: Jemand kommt zu Euch, ein Kunde womöglich, er steht vor Euch und fragt Euch etwas. Ihr habt auch nicht die geringste Ahnung, wollt aber Euer Gesicht wahren. Und genau hier kommt die Warteschleife ins Spiel. Einfach mit einem freundlichen Lächeln an der besagten gegenüberstehenden Person angebracht - ich empfehle da z.B. den Arm oder wie @t_krischak meinte den Kopf und Ihr habt Zeit und Nerven gewonnen...
Die gewonnenen Minuten können dann sinnvoll in die Suche einer kompetenten Person gesteckt werden oder aber Ihr beendet das Schwätzchen mit der geschätzten Kollegin. Was mit der bewarteschleiften Person in der Zwischenzeit passiert? Sie ist auf Pause. Für den Restart einfach die Schleife entfernen und nahtlos an das Gefragte anschließen.
In Ermangelung eines Bildes frage ich Euch da draußen, wie könnte die analoge Warteschleife aussehen? Vorschläge gerne in den Kommentaren.
Die gewonnenen Minuten können dann sinnvoll in die Suche einer kompetenten Person gesteckt werden oder aber Ihr beendet das Schwätzchen mit der geschätzten Kollegin. Was mit der bewarteschleiften Person in der Zwischenzeit passiert? Sie ist auf Pause. Für den Restart einfach die Schleife entfernen und nahtlos an das Gefragte anschließen.
In Ermangelung eines Bildes frage ich Euch da draußen, wie könnte die analoge Warteschleife aussehen? Vorschläge gerne in den Kommentaren.
Wednesday, June 19, 2013
Glückwünsche. Oft unorginell. Das geht auch anders. Nämlich mit Feuerwerk.
Ich weiß es nicht, wie es Dir geneigter Leser geht, aber ich finde die meisten Glückwünsche grauselig. Es ist zwar schön, wenn die Tante, Oma, Cousine "Herzlichen Glückwunsch" auf eine Postkarte schreibt und abschickt, aber mehr steht da nicht. Man hat an mich gedacht, aber was ist daran herzlich?
Klar, ich freue mich mittlerweile wie Bolle, wenn ich analoge Glückwünsche bekomme, aber mehr als zwei Wörter und die Namen der Absender darf es schon sein. Das findet sich übrigens auch immer häufiger in sozialen Netzwerken wieder. Schnell auf die Facebook-Seite gepostet und weiter geht's...
Mir geht es nicht um Romane, nicht jeder redet und schreibt soviel wie ich. Zunächst möchte ich nur wissen, wie es dem Schreiber geht...naja und vielleicht fällt ihm oder ihr ja auch noch etwas mehr ein...wo wir beim Thema sind.
Als Anregung, dass Glückwünsche auch anders gehen, hier ein schönes aktuelles Zitat von Torben, Lucie und die gelbe Gefahr, jener durchgeknallten Berliner Social Media Kreativagentur, die meist "TLGG" abgekürzt wird, veröffentlicht letzten Montag auf dem Agenturblog. Der Anlass: Neue und besonders scheidende Kollegen. Man wünschte: "Immer ein Feuerwerk im richtigen Moment". Hach. Nehme ich hiermit in meinen aktiven, #flauschigen Glückwunschwortschatz auf.
Klar, ich freue mich mittlerweile wie Bolle, wenn ich analoge Glückwünsche bekomme, aber mehr als zwei Wörter und die Namen der Absender darf es schon sein. Das findet sich übrigens auch immer häufiger in sozialen Netzwerken wieder. Schnell auf die Facebook-Seite gepostet und weiter geht's...
Mir geht es nicht um Romane, nicht jeder redet und schreibt soviel wie ich. Zunächst möchte ich nur wissen, wie es dem Schreiber geht...naja und vielleicht fällt ihm oder ihr ja auch noch etwas mehr ein...wo wir beim Thema sind.
Als Anregung, dass Glückwünsche auch anders gehen, hier ein schönes aktuelles Zitat von Torben, Lucie und die gelbe Gefahr, jener durchgeknallten Berliner Social Media Kreativagentur, die meist "TLGG" abgekürzt wird, veröffentlicht letzten Montag auf dem Agenturblog. Der Anlass: Neue und besonders scheidende Kollegen. Man wünschte: "Immer ein Feuerwerk im richtigen Moment". Hach. Nehme ich hiermit in meinen aktiven, #flauschigen Glückwunschwortschatz auf.
Wednesday, June 5, 2013
Von Universaldilettanten und Profidilettanten oder der Frage ob alle Social Media Manager Dilettanten sind...
I
Ich
habe einen Vorsatz: Mehr bloggen, hier und auf meinem Genussfanatikerblog
TanzaufderTomate. Aber nicht irgendwas natürlich. Also mal sehen, was
ich noch in meinem analogen Wortsparschwein aka Notizbuch habe...
Gesucht, gefunden und für herrlich befunden. Das Gegenteil
oder so vom Universalgenie, der Universaldilettant.
So bezeichnet sich der Mitbegründer des Hamburger betahauses Wolfgang Wopperer. Ein schöner,
schillernder Begriff, wie ich finde. Er lässt Interpretationsspielraum: Ist
dies eine Person, die in allem dilettiert und unfähig ist oder jemand, der sich
nie anmaßen würde, alles, eben universal zu meistern? Scheitern als Lebenszweck
und -sinn?
Die geschätzten Wikipedianer unter Euch beschreiben
einen Dilettanten folgendermaßen:
"Ein Dilettant (italienisch dilettare aus lateinisch delectare „sich erfreuen“) ist
kein Fachmann, sondern ein Amateur oder Laie. Der Dilettant übt eine Sache um ihrer
selbst willen aus, also aus Interesse, Vergnügen oder Leidenschaft. Dabei kann
er vollendete Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben; solange er aber die
Tätigkeit nicht beruflich für
den Lebensunterhalt ausübt oder eine entsprechende, anerkannte Ausbildung
absolviert hat, gilt er als Dilettant."
Analog dieser Beschreibung frage ich mich, ob jetzt alle
Social Media Manager wie ich Dilettanten sind? Wie ist der Fall, wenn ich
meinen Job um seiner selbst Willen aus Vergnügen mache, ziemlich professionell geworden bin und auch noch meinen
Lebensunterhalt damit verdiene? Klare Sache. Wir brauchen einen neuen Begriff:
den Profidilettanten! Euren Senf dazu nehme ich gerne in Form von Kommentaren an.
Sunday, March 10, 2013
Von inneren Blumen und Häschen
Es war Barcamp-Zeit. Mein liebstes aller liebsten davon ist schon seit 5 Jahren das Barcamp Ruhr in Essen. Genau hier, im Unperfekthaus nehme ich mir alljährlich vor, mehr privat zu bloggen. Da ich das ja auch beruflich tue, nicht immer so ein einfaches Unterfangen. Aber gut, genug der Vorrede. Es ist hiermit Zeit, für einen neuen Blogpost, Zeit, endlich zwei wunderschöne Redewendungen festzuhalten, die "innerer Reichsparteitag" nicht einfach nur ins Negative verkehren. Sie sind so sonnig, dass es gedanklicher Sonnenschutzcreme bedarf. Ich wurde erneut an die eine Redewendung erinnert, als @CarolinN das heute Abend twitterte.
Als ich letztlich mit einem meiner Lieblingsberliner und Burgerspezialisten @ChrisLietze essen war bei Fräulein Burger - dazu demnächst mehr auf meine Foodblog TanzaufderTomate - bedankte er sich mit dem hübschen Tweet "es war mir ein inneres Blumen pflücken mit Dir" Hach. Da muss Dir, lieber Leser, doch auch das Herz aufgehen, oder? Als ich diese Redewendung meinem Freund freudestrahlend erzählte, setzte er noch etwas drauf, dass ich Euch nicht vorenthalten will. Dazu passt es perfekt zum nahenden Osterfest: "Es war mir ein inneres Häschen streicheln". Und mit diesen fröhlich friedlichen Grenzkitsch-Redewendungen entlasse ich Euch in die analoge Nacht. Gehabt Euch wohl und träumt süß!
Als ich letztlich mit einem meiner Lieblingsberliner und Burgerspezialisten @ChrisLietze essen war bei Fräulein Burger - dazu demnächst mehr auf meine Foodblog TanzaufderTomate - bedankte er sich mit dem hübschen Tweet "es war mir ein inneres Blumen pflücken mit Dir" Hach. Da muss Dir, lieber Leser, doch auch das Herz aufgehen, oder? Als ich diese Redewendung meinem Freund freudestrahlend erzählte, setzte er noch etwas drauf, dass ich Euch nicht vorenthalten will. Dazu passt es perfekt zum nahenden Osterfest: "Es war mir ein inneres Häschen streicheln". Und mit diesen fröhlich friedlichen Grenzkitsch-Redewendungen entlasse ich Euch in die analoge Nacht. Gehabt Euch wohl und träumt süß!
Friday, May 25, 2012
Männer und Frauen haben unterschiedliche Gemeinsamkeiten
Der im vorherigen Post erwähnte Kabarettist Bernd Regenauer - wenn ich mich da recht erinnere - hat einen weiteren wundervollen Satz von sich gegeben, den ich sehr trefflich finde, fast schon philosophisch:
"Männer und Frauen haben unterschiedliche Gemeinsamkeiten". Geht Dir das genauso, geneigter Leser? Versteht Dich das andere Geschlecht partout nicht? In diesem Sinne, ein unterschiedlich gemeinsames Wochenende!
"Männer und Frauen haben unterschiedliche Gemeinsamkeiten". Geht Dir das genauso, geneigter Leser? Versteht Dich das andere Geschlecht partout nicht? In diesem Sinne, ein unterschiedlich gemeinsames Wochenende!
Thursday, March 29, 2012
Das ist alles eine Frage der Antwort
...ist es nicht? Würde da der Brite bestätigend fragen. "Das ist alles eine Frage der Antwort...." dieser Satz ist zu toll für das Beratersprechbullshitbingoschweinchen. Danke an den Kabarettisten Bernd Regenauer.
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